Vermittlungshilfe für den Rüden Glazi, geb. 2016

Glazi, Pflegestelle in Zeven (geboren 01/2016, 35cm, geimpft, gechipt) Glazi ist ein kleiner, freun...

Vermittlungshilfe für Laila

Laila hatte ein schönes Leben. 12 Jahre war sie eine treue Freundin und Begleiterin. Doch dann wurde...

Vermittlungshilfe für DSH-Mix Mara

Mara ist eine ältere Schäferhündin (geb. ca. Mai 2005), die einem sowohl im Haus als auch beim Spazi...

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    Dienstag, 20. September 2016 18:40
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    Sonntag, 26. Juni 2016 16:50
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    Sonntag, 29. Mai 2016 11:51
Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen. -Friedrich II. der Große-

Grüße

von unseren vermittelten Tieren

Grüße von Johnny

Johnny hat im neuen Zuhause schon erste Bekanntschaften geschlossen.

Sonntagsgrüße von Fiete

Hallo Frau Elss, wir haben gerade eine starke Erkältung mit Fiete hinter uns gebracht. Jetzt ist a...

Grüße von der Welpin Iska

Hallo Frau Elss, ....Als erstes kam mir Iska entgegen...sie ist ein so liebevoller Hund...freut sich...

Johnny im neuen Zuhause

  Unsere erste Nacht haben wir gut hinter uns gebracht, heute Morgen um halb sechs die erste...

Die schicke Malou

Wer hätte damals jemals gedacht, dass aus der verängstigten und komplett verfilzten Tervürenhündin a...

Lucky aus Hessen

mit dem kleinen Frauchen im Freizeitpark. Alle hatten richtig Spaß!

Leon grüßt wieder

Hallo Familie Elss, die Seite von Ihnen ist toll. Wir freuen uns, dass Leon dort auch einen Platz h...

Grüße von Ayda

Hallo Frau Elss, ein kleiner Bericht über Ayda: Die kleine Maus ist schon gut gewachsen und total e...

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Herzlich Willkommen
 

...auf der Homepage des Tierschutz Stade e.V.

Wir freuen uns Sie begrüßen zu können und wünschen einen spannenden und informativen Aufenthalt auf unseren Seiten.

 

-das Webteam vom Tierschutz Stade.e.V.-

 

 

Aktuelles:

Samstag, 27 August 2016 20:46

"Hitzefalle Auto"

Lassen Sie Ihr Tier (oder Kind) niemals bei Hitze im Auto zurück!

Mit zunehmender Temperatur steigt die Gefahr, dort qualvoll zu sterben. Hierzu ein Beitrag von TASSO e.V.:

Ein aufklärendes und wachrüttelndes Video über den Hitzetod von Hunden und Kindern im Auto bei warmen Temperaturen - aufgezeigt wird die Temperaturentwicklung im Inneren eines Autos, welches in der Sonne geparkt wurde (bei gleichzeitiger EKG-Kontrolle).

 

(Quellenangabe: Tasso e.V. Prssemitteilung vom 03.07.2014)

 

Presse-Mitteilung

 

Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. rät:

 

Bei Befreiung von Hunden aus aufgeheizten Autos Zeugen und Polizei hinzuziehen

Wer einen Hund in einem geparkten Auto sieht und eine Notsituation für das Tier erkennt, darf eingreifen. TASSO erklärt, welche Voraussetzungen geschaffen sein müssen und worauf besonders zu achten ist.

Samstag, 13 August 2016 07:49

Hilfe für misshandelte Hündin

Der kleinen misshandelten Hündin konnte der Tierschutz Stade e.V. mit einer Schienung des doppelt gebrochenen Beinchens helfen.

 
 
Hier stellen wir unseren Lesern einen Beitrag vor zum Thema Tierschutz - Organisationen (geschrieben von Franziska Schulze / Online Redaktion Vergleich.org)
 
 
"Sehr geehrte Frau Elss,
(...) Unser Beitrag soll Leserinnen und Lesern die Notwendigkeit des Tierschutzes vermitteln und informieren, in welchen Bereichen Tierschutzorganisationen tätig werden. Ein wichtiger Teil für aktiven Tierschutz ist es, die Öffentlichkeit aufzuklären und sie dadurch aktiv werden zu lassen. 
 
Wir möchten uns daran beteiligen und die Menschen mit Ihrer Homepage und unserem Artikel als Kombination für dieses wichtige Thema begeistern; Sie womöglich zum Umdenken anregen und vielen Tieren so auf lange Sicht großes Leid ersparen.
 
Ein solches Projekt braucht Zeit. Schritt für Schritt kommen Änderungen. Sie haben bereits einen Schritt mit Ihrem Online-Einsatz getätigt, wir mit unserem Artikel ziehen nach und weitere Menschen werden folgen. Nur gemeinsam lässt sich ein großes Umdenken einleiten.
 

Ich hoffe Sie teilen unsere Auffassung und sind ebenfalls der Meinung, dass sich unser Artikel zum Tierschutz und den Tierschutzorganisationen gut in Ihre Linkliste einfügen würde. (...)

 
Mit freundlichen Grüßen"
 
Franziska Schulze

Online-Redaktion

 
 
Vergleich.org | VGL Verlagsgesellschaft mbH
Greifswalder Straße 208, 10405 Berlin

 

 
Mittwoch, 04 Mai 2016 16:05

Nachruf auf Maren Hildebrandt

Wir müssen Abschied nehmen von unserem Mitglied

Maren Hildebrandt,

die nach kurzer schwerer Krankheit am 28. April 2016 im Alter von 49 Jahren viel zu früh verstorben ist.

 

Maren war dem Tierschutz und der Arbeit mit Hunden sehr verbunden.

Überaus engagiert hat sie unseren Verein in vielfältiger Weise mit Rat und Tat unterstützt.

Wir sind unendlich traurig.

 

Unser Mitgefühl gilt ihrer besonderen Familie und ihren treuen Freunden, die sie in dieser schweren Zeit begleitet haben.

 

Der Vorstand des "Tierschutz Stade e.V."

Beatrix und Wolfdietrich Elss

Doris und Wolf-H. Wurthmann

Ina Schwarzenberg und Manfred Wilsch-Schwarzenberg

Anke Wehber

 

Samstag, 23 Januar 2016 20:29

Schreie lassen nicht mehr los

Artikel über die Arbeit der Deutschen im Tierschutz in Rumänien,

die "Smeura"

So erschienen in der "Oberhessischen Zeitung" bzw.

www.oberhessische-zeitung.de/lokales/alsfeld/schreie-lassen-nicht-mehr-los

5400 Hunde beherbergt das Tierheim „Smeura“ im rumänischen Pitesti. Die Alsfelderin Ann-Catrin Schmidt setzt sich dort für den Tierschutz ein. 	Foto: Hannah Junk

TIERSCHUTZ Alsfelderin Ann-Catrin Schmidt engagiert sich im rumänischen Pitesti für Straßenhunde

ALSFELD - alsfeld (nfe). 5400 Hunde auf einer Fläche von etwa acht Fußballfeldern, ein Futterbedarf von 2,4 Tonnen am Tag – das ist das Tierheim „Smeura“ bei Pitesti in Rumänien. Es ist das größte Tierheim der Welt, ein Umstand, auf den Matthias Schmidt, Vorsitzender des deutschen Vereins „Tierhilfe Hoffnung – Hilfe für Tiere in Not“, nicht stolz ist.

Seit 2001 ist der Schwerpunkt des Vereins, damals noch unter der Leitung von Gründerin Ute Langenkamp, die Rettung der in Rumänien verfolgten Straßenhunde. Das Hauptaugenmerk liegt dabei, so Schmidt, auf der Arbeit vor Ort, also der Kastration, damit die riesige Zahl der Straßenhunde eingedämmt wird.

Das Problem Straßenhunde sei in Rumänien politisch bedingt: Bis 1989 wurden viele kleine Familienhäuser abgerissen und die Menschen in Wohnblocks umgesiedelt. Dort war die Hundehaltung entweder verboten oder der Wohnraum nicht ausreichend. Das führte dazu, dass die Tiere oft ausgesetzt wurden und sich unkontrolliert vermehrten.

2001 erfuhr der Verein „Tierhilfe Hoffnung“, dass der damalige Bürgermeister von Pitesti Straßenhunde töten ließ. Dies war der Zeitpunkt, an dem man beschloss, einzuschreiten. Der Verein kam mit dem Bürgermeister überein, die Verantwortung für die Hunde zu übernehmen.

Das etwa fünf Hektar große Gelände der „Smeura“, eine ehemalige Fuchsfarm, wurde zunächst angemietet und 2004 gekauft. Die Tierschützer starteten ein umfangreiches Kastrationsprogramm, um die Vermehrung in den Griff zu bekommen. Ziel war immer die Arbeit vor Ort und nie, die Tiere dauerhaft einzusperren. Die Hunde wurden wenn möglich nach der Kastration, wieder an ihren Fundort gebracht. Dem Verein gelang es, den Bestand in und um Pitesti von 2001 bis 2012 von 33 000 auf 4 500 zu verringern.

2013 kam es zu einem Vorfall, der große mediale Aufmerksamkeit auf sich zog. Damals kam ein kleiner Junge in Bukarest zu Tode, angeblich zerfleischt von Straßenhunden. Als Konsequenz wurde vom rumänischen Parlament im Eilverfahren ein Tötungsgesetz für alle Straßenhunde erlassen. Später kam heraus, dass der Junge von Wachhunden auf einem nicht ausreichend gesicherten Grundstück getötet wurde. Das Tötungsgesetz wurde mittlerweile aufgehoben, jedoch werden die Hunde nach wie vor in Tötungsstationen gebracht. „Nun eben in aller Heimlichkeit“, erläutert Schmidt. Das Motiv für dieses Handeln in den Kommunen: Geld. Jeder getötete Hund fülle die Stadtkasse von Pitesti mit etwa 72 Euro. Diese Summe gebe es für das Einfangen, 14 Tage Unterbringung und das Einschläfern. Die Tötung der Hunde erfolge aber auf brutale Art und Weise. Das Geld für die Tötung komme aus der Staatskasse, die wiederum mit EU-Geldern subventioniert werde, erklärt Schmidt.

Das führte dazu, dass der Verein seine Strategie änderte. Die kastrierten Hunde werden nicht mehr zurück auf die Straße gebracht, da sie sonst in Tötungsstationen landen würden. Nun bleiben die Vierbeiner in der Smeura. Von dort aus werden sie über Partnertierheime, wie das Alsfelder, nach Deutschland vermittelt. Zusätzlich sammeln die Tierschützer die Hunde aus den Tötungsstationen ein.

Das riesige Tierheim verfügt mittlerweile über eine Krankenstation mit drei Tierärzten und beschäftigt über 80 Mitarbeiter. Mit einem Kastrationsmobil fahren sie über das Land, denn seit Anfang 2015 sind alle Hundebesitzer in Rumänien verpflichtet, ihre Mischlinge kastrieren zu lassen.

Zudem klärt der Verein die Bevölkerung auf. So wurden Informationsflyer mit einer Notrufnummer der Smeura verteilt. Seit 2012 betreiben die Tierschützer Aufklärungsarbeit zum Tierschutz in Schulen. Bei dieser Arbeit ist die Alsfelderin Ann-Catrin Schmidt stark integriert. Die Lehrerin und Vorsitzende des Alsfelder Tierschutzvereines, der das Alsfelder Tierheim betreibt, verbringt seit mehr als drei Jahren ihre Ferien mit ihrem Freund Matthias Schmidt in der Smeura. 2011 begann Ann-Catrin Schmidt gemeinsam mit dem Verein „Schüler für Tiere“ und dessen Vorsitzende Sabine Luppert Lernmaterial für die rumänischen Schulen zu erarbeiten. Schmidt betont, dass Tierschutz in Rumänien nicht mit Tierschutz in Deutschland zu vergleichen ist. „Man muss ganz klein anfangen.“ Es wurden Flyer und Plakate erstellt, die auf die Grundbedürfnisse eines Hundes aufmerksam machen sollen. Des Weiteren gibt es mittlerweile einen Leitfaden zum Tierschutzunterricht für die Lehrer.

Die ersten Schulbesuche führten die Tierschützer 2012 durch. „Jetzt ernten wir die ersten Erfolge“, berichteten die beiden. Es mache sich langsam ein Mentalitätswechsel bemerkbar: „Die Kinder nehmen das, was sie lernen, mit nach Hause und erklären ihren Eltern, was ein Hund braucht.“ An vier Schulen sei die Aufklärungsarbeit vertraglich verankert, insgesamt arbeitet der Verein mit Schülern in sieben Schulen rumänienweit.

So oft es geht, verbringt die Lehrerin Schmidt Zeit in Rumänien. Sie betont, dass ihre Arbeit im Alsfelder Tierheim für sie an erster Stelle stehe, aber „Tierschutz endet eben nicht an Stadt- oder Landesgrenzen“.

Einfach sei das Engagement in Rumänien nicht. Das zeigten die Besuche in der Tötungsstation von Pitesti: „Wenn man da einmal war, vergisst man das nie mehr. Die Hunde sind draußen eingesperrt. Es ist nass, es ist kalt, sie frieren am Boden fest. Man kann das gar nicht in Worte fassen. Die Schreie und Blicke der hilflosen Kreaturen lassen einen nicht mehr los“, erzählt Ann-Catrin Schmidt.

Unfassbar auch die Einzelschicksale, von welchen die Tierschützerin berichtet, wie etwa die Rettungsaktion der Hündin Ajischa, deren Besitzer ins Ausland ausgewandert waren und den Hund einfach auf dem Anwesen zurückgelassen hatten. Aufgefunden wurde das Tier bei 38 Grad im Freien, ohne Futter und Wasser, angebunden an eine kurze Kette. Die Hündin stand kurz vor dem Hungertod, die Kette hatte sich bis auf die Knochen in den Hals eingefressen. Und trotz dieser bitteren Erfahrungen sind es „gerade diese Tiere, die unglaublich lieb und dankbar dem Menschen gegenüber sind“, sagt Schmidt, „das ist der Grund, warum man hilft“.

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Unser Verein "Tierschutz Stade e.V. arbeitet auch zusammen mit dem Verein "Tierhilfe Hoffnung e.V.", der die Smeura in Rumänien betreibt.
Freddy (ehem. Blacky), der unter den Grüßen zu sehen ist, wurde aus der Tötungsstation in Pitesti gerettet und kam in die Smeura. Da er mit Metallschlinge von der Straße eingefangen und dadurch auch noch verletzt worden war, hatte er so große Angst vor uns Menschen. Durch liebevolle und geduldige Menschen kann er sich langsam von seinem Leid erholen, doch vergessen wird er es nie.
Auch der von uns kürzlich vermittelte Blacky II (ebenfalls unter den Grüßen zu finden) stammt aus der Smeura und hat das Glück, dass liebe Menschen ihn aufgenommen haben.
Vielen vielen Dank allen Rettern und Haltern!!!!!!
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Am Sonntag, 24. Januar strahlt der Sender WDR den letzten Beitrag über die Smeura aus (18 Uhr zu Beginn der Sendung "Tiere suchen ein Zuhause")
 


Liebe Hundehalter,

aufgrund der ständigen Giftköderwarnungen möchte ich Euch alle bitten, doch etwas mehr auf solche Dinge wie Rücksicht, Verantwortung und Respekt unseren Mitmenschen, Tieren im Allgemeinen anderen Hunden gegenüber zu achten.
Es gibt fast täglich.. (mehr bei weiterlesen)

Mittwoch, 09 Dezember 2015 10:09

Schulhunde im Landkreis Stade

Schulhunde erobern die Klassenzimmer im Landkreis

so erschienen im Stader Tageblatt am 29.10.15

Immer mehr Schulen in der Region setzen auf tierische Unterstützung. Die drei Schulhunde Ida, Joshi und Chico aus dem Landkreis Stade sind der lebende Beweis für die Vorteile der tiergestützten Pädagogik.
Freitagvormittag, Viertel nach elf. Für die Zehntklässler der Johann-Hinrich-Pratje Oberschule in Horneburg steht eine Doppelstunde Deutschunterricht auf dem Stundenplan. Während sie und Lehrerin Annika Fuhrmann gemeinsam Pro- und Kontra-Argumente zum Thema „Share Economy“ an der Tafel sammeln, dreht Schulhündin Ida eine Runde durch den Klassenraum, bevor sie es sich auf dem Boden bequem macht. Zwar hat die Golden-Retriever Hündin auch eine weiche Box als Rückzugsmöglichkeit, sie liegt aber lieber neben dem Pult. Schließlich kann sie von hier aus genau beobachten, wie die Finger der Schüler nach oben gehen und ihr Frauchen mit einem Stück Kreide in der Hand gestikuliert.
Die Golden-Retriever Hündin ist fünf Monate alt und wächst allmählich in ihre Aufgaben als Schulhund herein. Schon jetzt ist für die Schüler automatisch Ruhe und Konzentration angesagt, wenn Ida auf leisen, noch etwas zu groß wirkenden Pfoten durch das Klassenzimmer tapst oder sich zum Dösen hinlegt. „Ida schafft allein durch ihre Anwesenheit eine angenehme Lernatmosphäre“, schwärmt Annika Fuhrmann. Dies soll später vor allem in unruhigeren Klassen ausgenutzt werden.
Auch am Athenaeum in Stade gibt es tierisch guten Unterricht. Lehrerin Beatrix Elss beschreibt die 6l als „besondere Klasse“. Bei einem Verhältnis von 21 Jungen und nur fünf Mädchen gehe es in der 6l häufiger unruhig zu. Außerdem ist unter den Schülern ein Junge mit Asperger-Syndrom. Eine deutliche Verbesserung des Unterrichtsklimas brachte Schulhund Joshi in das Klassenzimmer. Der 9-jährige Groenendael-Rüde gehört zu den belgischen Schäferhunden. Auf dem Schulhof kreist er die Schülergruppen ein – eben typisch Hütehund. Auch im Unterricht hält Joshi seine Schäfchen beisammen: Egal ob Junge, Mädchen, Einzelgänger oder Raufbold, der Hund geht auf jedes Kind zu und fordert seine Streicheleinheit ein.

„Er ist da ganz hartnäckig“, sagt Beatrix Elss und lacht. Gerade dieser Vehemenz ihres Hundes schreibt sie einen großen Anteil an den Fortschritten des Asperger-Kindes zu. Aufgrund seiner Entwicklungsstörung zeigt der Schüler kaum Interesse an seinen Mitmenschen. Auch den Schulhund habe der Junge lange Zeit ignoriert, erzählt die Lehrerin. „Irgendwann begann er, Joshi zu streicheln und ihm Kommandos zu geben“, sagt Beatrix Elss. Die Interaktion mit dem Hund deutet sie als Schlüsselmoment. Danach habe der Junge, der sonst die Pausen allein im Klassenraum verbracht hat, begonnen sich allmählich aus seiner Isolation, dem „sozialen Kokon“, zu lösen. Mittlerweile spielt und tobt der Schüler in den Pausen mit den anderen Kindern über den Schulhof.
Verschiedene Studien belegen die Vorteile der tiergestützten Pädagogik. So ergaben die Forschungen des Psychologen Prof. Dr. Erhard Olbrich und der Verhaltensforscherin Dr. Carola Otterstedt, dass sich allein durch die Anwesenheit eines Hundes hyperaktive und reizbare Kinder deutlich beruhigen. „Das Schönste ist, dass die Schüler selbst die Verbesserungen durch Joshi wahrnehmen“, sagt Beatrix Elss und legt einige Seiten aus einer anonymen Befragung vor, die sie im vergangenen Jahr in der Klasse durchgeführt hat. „Es ist im Unterricht viel leiser“, „Joshi hat mir gezeigt, dass ich vor Hunden keine Angst haben muss“ und „Er beruhigt und man kann sich viel besser konzentrieren“ steht da in Kinderschrift. Beim Blick von außen auf eine Deutschstunde ist die 6l weder besonders unruhig, noch ist erkennbar, welcher der Schüler mit Asperger ist.
Es ist kein Widerspruch, dass der Hund die Aufmerksamkeit der Kinder einfordert und die Schüler trotzdem konzentriert am Unterricht teilnehmen. In der Deutschstunde lässt Joshi es nicht zu, dass die Kinder gedanklich abschweifen. Durch die Anwesenheit des Hundes bleibt die Aufmerksamkeit innerhalb des Klassenzimmers. Nicht selten kommt es vor, dass ein Schüler etwas sagt und gleichzeitig den Schulhund krault.
Vermutlich Joshis größter Fan ist der Schulleiter Wolfgang Horn. „Er kam vor zwei Jahren mit der Idee zu mir, einen Schulhund am Athenaeum einzuführen“, sagt Lehrerin Beatrix Elss, die auch erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Stade und langjährige Hundehalterin ist. Da das Projekt Schulhund am Athe so erfolgreich ist, hat Joshi seit diesem Schuljahr einen tierischen Kollegen. Anke Wehber aus Himmelpforten und ihr Groenendael-Mix Chico begleiten je nach Bedarf verschiedene Unterrichtsstunden. In einer Pause wurde das Gespann zu einem aggressiven Kind gerufen. „Ich konnte dabei zusehen, wie sich der Junge allmählich beruhigte“, berichtet Anke Wehber. „Zuerst streichelte er Chico noch mit geballter Faust, dann löste sich die Anspannung“. Auch im Biologieunterricht kam Chico schon als lebendes Objekt zum Einsatz, an dem die Schüler Anatomie und Verhalten des Hundes beobachten konnten. In Horneburg hat Annika Fuhrmann eine „Schulhund AG“ eingerichtet, in der die Schüler den verantwortungsvollen Umgang mit dem Vierbeiner lernen sollen.
Ida, Joshi und Chico sind bei Weitem nicht die einzigen Schulhunde in Niedersachsen. Schulen aus Tostedt, Bremervörde und Cadenberge hätten sich bereits bei Wolfgang Horn über die Einführung eines Schulhundes informiert, so Beatrix Elss. Konkrete Zahlen liegen der Landesschulbehörde allerdings nicht vor, weil es in Niedersachsen keine geltende Rechtslage für die Schulhunde gibt. Im Prinzip könne jeder Lehrer, sofern die Schulleitung einverstanden ist, seinen Hund mit in den Unterricht nehmen, erklärt Annika Fuhrmann. „Es gibt aber Empfehlungen, die ich beachte“, sagt die Lehrerin. Ida ist geimpft, entwurmt und haftpflichtversichert. Das Einverständnis von Eltern und Kollegium liegt vor. Von allergischen Kindern wird Ida ferngehalten, außerdem darf sie weder die Mensa noch die Sporthalle betreten. Bevor Ida in die Schule geht, ist sie körperlich ausgelastet, außerdem bleibt sie bisher nicht länger als eine Doppelstunde. „Das Wichtigste ist, dass es dem Hund gut geht“, sagen beide Lehrerinnen unabhängig voneinander.
Mit einem Videobeitrag hat sich die 6l Anfang des Monats beim Kinderkanal als „Beste Klasse Deutschlands 2016“ beworben. In dem Film dürfen natürlich auch die beiden Schulhunde Joshi und Chico nicht fehlen – die 6l ist eben eine ganz besondere Klasse.

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Und noch ein Hinweis in eigener Sache:

Joshi und Chico sind zwei ganz besondere Hunde, die dank unseres Vereins erst das werden konnten, was sie heute sind.

Wir sind sehr stolz auf die beiden!

 

Montag, 26 Oktober 2015 12:58

Unser Vorstand

 

v.l.n.r. Wolf Wurthmann, Wolf Elss, Beatrix Elss, Mia und Berit von der Jugendgruppe, Manfred Wilsch-Schwarzenberg//

Davor: Doris Wurthmann mit Happy, das Stöckchen bearbeitend Schulhund Joshi, Anke Wehber mit Schulhund Chico

Das Foto wurde von der Besitzerin Ina Schwarzenberg gemacht.

Mittwoch, 21 Oktober 2015 18:18

Herzlichen Dank an Michael Cordes

Herzlichen Dank an Michael Cordes, unseren Retter in der Not, für die kompetente und zuverlässige Betreuung unserer Website.

IT-Cordes